Bester Tour de France Wettanbieter 2026: Lizenz, Quoten, Wettarten
20. Oktober 2026 · Lizenz- und Anbieterdaten zuletzt abgeglichen gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Wer auf die Tour de France setzen will, hat in Deutschland eine schmale, klare Ausgangsbasis: Wetten nimmt, wer eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL besitzt und auf der amtlichen Whitelist steht. Was innerhalb dieser Liste zählt, ist die Sache dieser Seite: welche Radsportmärkte ein Anbieter führt, wie die Quoten geschrieben sind, welche Märkte live überhaupt eröffnet werden und welche Konditionen das Angebot zum Abschluss bekommt. Der Vergleich endet dort, wo die Buchmacher selbst entscheiden, was sie anbieten.
Die zehn Anbieter im Überblick: Whitelist, Erlaubnis, Radprofil
Die Tabelle ordnet die Anbieter nach dem Datum, an dem die GGL erstmals die Erlaubnis für die jeweilige Domain erteilt hat. Alle Marken sind Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV und auf der offiziellen Whitelist geführt. Angeführt ist zudem, welcher Hinweis auf Radsport- beziehungsweise Livewetten-Tiefe aus den Eigenangaben der Betreiber hervorgeht.

| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH; Erlaubnis RP Darmstadt 15.12.2022 | 18.11.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited (Malta) | 30.06.2021 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| VBet | SCGO Limited (Malta); St. Julian’s | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta); Sliema | 22.04.2026 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited (Malta); Sliema | 02.11.2020 |
Die Erlaubnis steht stellvertretend für die Domain, unter der der Anbieter im Whitelist-Eintrag geführt wird. Eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, und umgekehrt deckt die Whitelist nur die jeweils gelistete Internetadresse ab. Erweiterungen auf andere Marken oder Domains derselben Muttergesellschaft fallen unter deren eigene Eintragung oder unter gar keinen.
Welche Radsportmärkte tatsächlich ausgespielt werden, ist Sache des Wettprogramms und nicht der Erlaubnis. Die Whitelist regelt das „ob“ und „wer“, nicht das „wie tief“. Im Tour-Kontext heißt das: ein Anbieter auf der Liste kann eine ausführliche Rundfahrt-Sektion führen und ein anderer dieselbe Erlaubnis nur mit einem schmalen Radsport-Regal ausüben. Genau in dieser Lücke entscheidet sich, was der Vergleich den Leserinnen und Lesern eigentlich bringt.
Was die Erlaubnis garantiert, und was nicht
Die Whitelist garantiert ein paar sehr konkrete Dinge: OASIS-Abgleich bei Registrierung und Login, LUGAS-Limitdatei für das 1.000-€-Einzahlungslimit pro Monat, Vollverifizierung binnen 72 Stunden vor der ersten Auszahlung, keine anonymen Zahlungsmittel, Auszahlung des Guthabens innerhalb von fünf Werktagen bei Kontoschließung. Was die Whitelist nicht garantiert: dass auf der Tour de France Etappensiege, Bergwertung, Punktewertung, Head-to-Heads oder Teamwertungen einzeln quotiert werden, wie viele Märkte gleichzeitig live stehen oder ob Cash Out überhaupt angeboten wird.
Für die Tour de France heißt das praktisch: wer nicht auf der Liste steht, bietet hierzulande keine legalen Wetten an, unabhängig davon, welche Lizenz die Marke anderswo besitzt. Wer auf der Liste steht, kann den Radsport trotzdem stiefmütterlich behandeln. Beide Extreme kommen im deutschen Markt vor, und die Tabelle zeigt nur die Voraussetzung, nicht das Ergebnis.
Wie der Vergleich die Anbieter liest
Drei Achsen entscheiden, was ein Anbieter für Tour-de-France-Wetten tatsächlich taugt: die Radsporttiefe im Pre-Match-Programm (Gesamtsieg, Etappensieg, Trikots, Head-to-Head, Spezialmärkte), die Live-Tiefe während der Etappen und die handwerklichen Bedingungen (Mindestquote, Cash-Out-Verfügbarkeit, Quotenschlüssel auf den Hauptmärkten). Diese Achsen sind die Messlatte der einzelnen Anbieterblöcke im Abschnitt „Anbieter im Einzelbild“, nicht die Anzahl der Werbeplakate oder Bonushöhen.
Die Boni, die viele Anbieter parallel laufen haben, sind hier bewusst außen vor. Sie kommen und gehen, sind an Konditionen gebunden, die hier nicht im Mittelpunkt stehen sollen, und ändern nichts daran, ob ein Anbieter 21 Etappen lang mit sinnvollen Märkten am Start ist. Wer einen Bonus nutzen will, liest die aktuellen Bedingungen auf der Seite des jeweiligen Anbieters selbst nach; dieser Vergleich sortiert die Anbieter nach Radsportkompetenz, nicht nach Werbedruck.
Radsportwetten und Tour de France: Was den Markt definiert
Die Tour de France ist kein Ereignis, das einen einfachen Spielplan hat. 21 Etappen über rund 3.500 km, drei Wochen Spannung mit täglich wechselnden Profilen, zwei Ruhetage, ein Mannschaftszeitfahren nur bei besonderen Anlässen. Wer auf das Rennen wetten will, braucht Buchmacher, die diese Struktur kennen und nicht nur einen Ergebnis-1X2-Kasten über die Gesamtwertung legen.
Die Wettarten, die eine Rundfahrt tragen
Vier Wettarten bilden das Rückgrat jedes Tour-Wettprogramms. Erstens die Gesamtsieg-Wette: Quote auf den Fahrer, der am 26. Juli in Paris im gelben Trikot steht. Die Wette wird mit der tatsächlich gefahrenen Zeit gewertet, nicht mit Tabellenplätzen, und sie läuft drei Wochen lang, bis die Schlussetappe ins Ziel gekommen ist. Zweitens die Etappensieg-Wette: 21-mal pro Tour, gestaffelt nach Profil und Tagesform. Etappensieger quotiert fast jeder Anbieter, der Radsport überhaupt anbietet, aber die Tiefe variiert stark. Drittens die Trikot-Wetten: grünes Trikot (Punktewertung), gepunktetes Trikot (Bergwertung), weißes Trikot (Nachwuchswertung). Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil nicht jeder Anbieter alle vier Trikots separat quotiert. Viertens die Head-to-Heads und Duell-Wetten: welcher der beiden Fahrer steht am Ende vorne, wer holt mehr Punkte auf der Etappe, wer erreicht das Höhenprofil zuerst. Dazu kommen Spezialmärkte: Mannschaftswertung, kombinierte Trikots, Etappenwertung bei Ausreißern, „erster Fall im Feld“ und ähnliches. Wie viele davon ein Anbieter tatsächlich führt, ist die Frage, die vor einer Tour-Wette zählt.
Warum das Profil der Etappen den Wettmarkt verändert
Eine Flachetappe und eine Bergetappe sind zwei verschiedene Märkte. Auf der einen steht der Sprint, Massenankunft, Ausreißerquote bei 4,00 oder höher. Auf der anderen stehen Ausreißer, Favoriten mit Rückstand, ein Hauptfeld, das in Gruppen zerfällt. Wer auf Etappensieger setzt, muss die Strecke lesen können, sonst schlägt der Buchmacher die Quote, die das Profil erwartet. Wer auf Trikots setzt, muss die Wertungsmodalitäten kennen: Punkte gibt es nur auf festgelegten Wertungsstrecken, das Bergtrikot über die ersten auf Anstiegen, nicht über Sprintsieger. Wer das ignoriert, wettet gegen Leser, die das Profil und die Regeln kennen.
Die Quoten werden auf diesem Markt dichter gestellt als bei Mannschaftssportarten, weil drei Wochen Fahrerei mehr Varianz erzeugen als neunzig Minuten Fußball. Genau deshalb zählt der Quotenschlüssel hier mehr als anderswo. Ein Buchmacher, der auf den Favoriten 2,10 quotiert statt 1,80, gibt im langen Schnitt mehr zurück, weil die implizite Marge kleiner ist. Wer viel Tour setzt, bemerkt das früher als jemand, der einmal im Jahr ein Ergebnis tippt.
Was „lizenziert“ konkret bedeutet
Lizenziert in Deutschland bedeutet: GGL-Erlaubnis für die konkrete Domain, Eintrag auf der Whitelist, OASIS-Anbindung, LUGAS-Anbindung, eine einzige Verifizierung pro Anbieter, Auszahlung über ein Konto im eigenen Namen. Das ist mehr, als eine Malta- oder Curaçao-Lizenz im deutschen Rechtsraum garantiert. Aus Sicht einer Wettkundin oder eines Wettkunden heißt das vor allem: eine Beschwerdestelle in Deutschland (GGL), klare Regeln zur Auszahlung, ein funktionierendes Sperrsystem, eine Steuer, die der Veranstalter abführt und die der Anbieter nach eigener Entscheidung weiterreicht oder nicht. Wer ohne diese Erlaubnis spielt, hat im Streitfall keine deutsche Anlaufstelle, das Geld sitzt auf Malta oder Curaçao, OASIS greift nicht.
Rechtslage: Was die GGL-Erlaubnis trägt und was sie einschränkt
Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde, die Erlaubnisse erteilt, den Markt überwacht und gegen illegale Anbieter vorgeht. Für Wettkunden zählt dabei weniger die Organisation als das Ergebnis, nämlich die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV.

Was die Whitelist leistet und was nicht
Die Whitelist führt 30 Einträge mit Stand 2. Oktober 2026: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, und drei weitere nur für Pferdewetten. Jeder Eintrag nennt die Domain, den Inhaber und das Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein reicht für die Aufnahme nicht, eine ausländische Lizenz (Curaçao, Anjouan, Malta alleine) reicht in Deutschland nicht aus. Die Erlaubnis hat eine Laufzeit von fünf Jahren ab Erstausstellung; die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum.
Folgeerlaubnisse wurden in den vergangenen Jahren etliche ausgestellt, viele davon im Dezember 2022, weil die ersten Fünf-Jahres-Erlaubnisse ausliefen und neu beantragt wurden. Eine Erlaubnis ist personen- und domänenbezogen. Wer beim Inhaber einer Whitelist-Erlaubnis spielt, spielt im deutschen Rechtsrahmen. Wer bei einer Schwestermarke desselben Konzerns spielt, die nicht auf der Whitelist steht, spielt ohne Erlaubnis, auch wenn das Logo vertraut aussieht.
Was erlaubt ist – und wo die Tour de France an ihre Grenzen stößt
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette. § 21 Abs. 4 begrenzt Livewetten: während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente gewettet werden, und zwar nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Was bleibt für die Tour de France? Das Endergebnis einer Etappe ist quotierbar, Ausreißerwetten über „gewinnt die Etappe“ sind quotierbar, sobald die Etappe läuft, alles, was kleinere Schnittchen will (nächster Bergpunkt, nächste Zwischensprint, Reihenfolge im Feld), fällt durch das Raster.
Außerdem verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Was das mit der Tour de France zu tun hat: wenig, solange nur auf das Rennen selbst gewettet wird. Spezialmärkte wie „erster Sturz im Feld“ oder „Disqualifikation“ sind allerdings genau die Fälle, in denen Anbieter zurückhaltend sein müssen.
Esports ist nach GGL-Auffassung kein Sport, weshalb keine lizenzierten Esport-Wetten in Deutschland existieren. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert und bleiben hier ausgeklammert. Cash Out hat keine eigene gesetzliche Regelung; was ein Anbieter darunter versteht, definiert er in seinen Bedingungen.
Wer was bezahlt: Die Sportwettensteuer
Die Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 %, berechnet auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Praktisch heißt das: aus 100 € Einzahlung werden ≈ 105,30 € Bruttoeinsatz, wovon 5,30 € Steuer bleiben und 100 € als Einsatz zählen. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende; ob und wie der Veranstalter sie an die Kundschaft weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen 5,3 % vom Bruttoeinsatz ab, andere schlagen sie auf den Gewinn auf, wieder andere übernehmen sie ganz. Eine einheitliche Linie gibt es nicht. Der gesetzliche Rahmen trifft keine Aussage dazu, was für den Kunden übrig bleibt.
Die Wettsteuer gilt auch für unlizenzierte Anbieter, die in Deutschland tätig sind. Steuer gezahlt zu haben ist kein Beleg für eine Lizenz. Die Lizenzprüfung läuft über die Whitelist, nicht über das Finanzamt.
Wie der EuGH die Rückforderung alter Einsätze beurteilt
Wer in den Jahren vor der GGL-Erlaubnis bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz gespielt hat, kann die Rückzahlung seiner Einsätze verlangen. Der Bundesgerichtshof hat diese Frage dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23, Vorlage vom 25. Juli 2024). Im Verfahren geht es um mehr als 3.700 € Verluste eines Klägers gegen Tipico aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) die Möglichkeit bejaht, dass Anbieter ohne deutsche Lizenz zur Rückzahlung verpflichtet werden können. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die zuständige Behörde zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, was im Sportwettenbereich nicht der Fall war. Was das im Einzelfall bedeutet, entscheidet der EuGH; ein automatisches Rückzahlungsversprechen für andere Spielende ist das nicht.
Spielerschutz: Was die deutsche Regulierung beim Namen nennt
Ein Buchmacher auf der GGL-Whitelist ist mehr als ein Quotenlieferant. Er ist Teil eines Schutzsystems, das im Glücksspielstaatsvertrag 2021 mitgedacht wurde. Wer die Schutzmechanismen kennt, kann Wetten auf eine dreiwöchige Rundfahrt einrichten, ohne sich selber auszuhebeln.
Die zentralen Schutzregeln
Die Vollverifizierung erfolgt vor der ersten Auszahlung, in der Regel binnen 72 Stunden nach Registrierung. Wer sich nicht verifizieren lässt, kann spielen, aber nur mit einem 100-€-Einlagelimit und ohne Auszahlung. Eine Sperre über OASIS (Spielersperrsystem) wird bei Registrierung und Login geprüft. Die Mindestsperrdauer beträgt drei Monate, wenn die spielende Person selbst sperrt und eine Frist nennt, ansonsten ein Jahr. Die Aktivitätsdatei (parallel zu OASIS) verhindert paralleles Spielen bei mehreren Anbietern.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter hinweg, technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Eine Anbieterin oder ein Anbieter darf dieses Limit für eine Person nur nach oben anpassen, wenn ein wirtschaftlicher Leistungsnachweis vorgelegt wird (bis 10.000 € generell möglich, 10.000–30.000 € nur für einen sehr kleinen Kreis). Eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Limit-Senkung greift sofort, eine Limit-Anhebung erst nach sieben Tagen Karenzzeit.
Wer kurzfristig eine Pause braucht, hat die Panikbutton-Funktion nach § 6i Abs. 3: ein Klick, 24 Stunden Sperre. Wer langfristig nicht mehr will, meldet sich bei OASIS ab. Wer offline von einer Spielsucht betroffen ist, kann sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden, die anonym und kostenfrei berät. Anbieter ohne deutsche Lizenz sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen; wer dort spielt, hat diese Schutznetze nicht.
Was das für eine Tour-Wette konkret heißt
Eine dreiwöchige Rundfahrt, jeden Tag eine Wette, dazu Etappensieger und vielleicht Head-to-Head-Wetten: bei einem 1.000-€-Limit pro Monat ist die Luft schnell dünn, wenn man nicht bewusst setzt. Wer auf 21 Etappen Etappensieger tippt und dafür 20 € pro Etappe anlegt, kommt auf 420 € im Monat. Wer parallel Gesamtsieg, Punkte- und Bergwertung setzt, ist schnell im vierstelligen Bereich, wenn die Quoten halbwegs passen. Das Limit ist dafür gemacht, den Überblick zu behalten, nicht, ihn zu verhindern. Wer mit dem Limit an seine Grenzen stößt, sollte mit dem Anbieter reden, bevor er tricks.
Auf der anderen Seite bedeutet die Regulierung auch, dass das, was eine Wette kostet, klar abrechenbar bleibt. Bei manchen Anbietern ist die Wettsteuer im Gewinn abgezogen, bei anderen im Einsatz. Bei manchen bleibt sie komplett beim Anbieter. Wer den Nettoeinsatz pro Wette nicht kennt, verschätzt sich schnell, gerade wenn 21 kleine Etappenwetten nebeneinanderstehen.
Wettarten und Quoten: Was eine Tour-Wette tatsächlich kostet
Wer auf die Tour de France wettet, wettet auf einen Markt, dessen Quoten dichter stehen als in vielen anderen Sportarten. Das liegt an der Struktur: drei Wochen verteilte Spannung, eine hohe Zahl von Einzelereignissen, viele Wettarten auf demselben Rennen. Wer hier die Marge mitnimmt, gewinnt im Schnitt weniger als anderswo.
Wie eine Quote entsteht, und was die Marge ist
Eine Quote ist der Preis, den der Buchmacher für einen Einsatz zahlt, wenn die Wette gewinnt. Bei einer Quote von 2,50 bekommt eine Wettkundin 2,50 € pro 1 € Einsatz zurück, also 1,50 € Gewinn pro 1 € Einsatz (der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, der Gewinn ist Einsatz mal Quote minus Einsatz). Hinter dem Preis steht eine Annahme, wie wahrscheinlich ein Ausgang aus Sicht des Buchmachers ist. Würde der Buchmacher zum Beispiel Gesamtsieg-Quoten von 2,50 auf Fahrer A, 3,50 auf Fahrer B und 7,00 auf Fahrer C anbieten, wären die impliziten Wahrscheinlichkeiten 40 %, 28,6 % und 14,3 %. Zusammen ergeben die drei Quoten 83,9 % – der Rest von 16,1 % ist die Marge, also das, was der Buchmacher im Schnitt pro 1 € Einsatz behält.
Rechenbeispiel: Marge auf einem Zwei-Wege-Markt
Ein schönes Beispiel für die Marge zeigt ein Zwei-Wege-Markt, wie er bei einer Tour-Etappe häufig vorkommt: zwei Fahrer im Duell, beide Seiten mit Quote 1,90. Die Auszahlungsquote (Auszahlungsquote, im Branchenjargon „Quotenschlüssel“) berechnet sich so: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten, also 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / 1,0526 = 0,9500. 95 % der Einsätze gehen rechnerisch an die Wettenden zurück, die übrigen 5 % bleiben als Marge beim Buchmacher. Eine Marge von etwa 5 % ist im deutschen Sportwettenmarkt Standard bei Hauptmärkten. Bei kleineren Märkten oder Spezialwetten kann sie auf 7 % oder 8 % hochgehen, bei exotischen Livewetten auch darüber. Wer auf einer Tour-Wettlinie sitzt, die mit Quote 1,85 statt 1,90 quotiert ist, gibt im Schnitt mehr ab, ohne es zu merken.
Das Beispiel sagt nichts darüber aus, wie der konkrete Anbieter eine konkrete Etappe quotiert. Die realen Quoten schwanken je nach Markt, Anbieter und Zeitpunkt. Die Größenordnung von 5 % auf Hauptmärkten ist aber der Anhaltspunkt, an dem man ein Angebot misst, nicht einzelne Dezimalstellen.
Wie die Marge eine Wette über die Woche verändert
Eine einzelne Etappensieger-Wette mit 5 % Marge kostet im Schnitt 5 Cent pro 1 € Einsatz. Über 21 Etappen kommt da einiges zusammen, gerade wenn man auf Fahrer Wettet, die zwischen 5,00 und 15,00 stehen, denn die implizite Marge solcher Außenseiterwetten ist oft höher als auf den Favoriten. Wer eine Kombiwette aus Etappensiegern verschiedener Etappen baut, vervielfacht die Margen mit jeder weiteren Auswahl. Bei drei kombinierten Etappen mit jeweils 6 % Marge liegt die kombinierte Marge nicht bei 18 %, sondern darüber, weil die Buchmacher-Quoten implizite Wahrscheinlichkeiten enthalten, die sich nicht sauber addieren.
Warum Livewetten bei der Tour teuer sind
Livewetten sind bei Buchmachern tendenziell teurer quotiert als Pre-Match-Wetten, weil der Buchmacher live reagieren muss und sein Risiko nicht über den Tag hinweg glattstellen kann. Im Radsport verschärft sich das: eine Etappe kann von einer Ausreißergruppe dominiert werden, die im Pre-Match-Programm noch keine Rolle spielte, oder sie kann mit einem Solo-Sieg enden. Wer live auf Etappensieger setzt, akzeptiert eine Marge, die auf 7 % oder mehr zusteuern kann. Hinzu kommt das, was § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt: während einer laufenden Etappe nur auf das Endergebnis oder ähnliche Komponenten zu wetten, nicht auf Mikroreignisse. Das begrenzt das Angebot an Live-Wettarten zusätzlich.
Was das über die Anbieter aussagt
Wer als Buchmacher auf der Tour auf den Favoriten 1,95 quotiert und den Außenseiter 4,50, gibt ein besseres Bild ab als einer, der dieselben Fahrer mit 1,80 und 5,50 anbietet. Die Differenz ist auf den ersten Blick klein, im Langschnitt aber relevant. Wer viele Tour-Wetten platziert, sortiert seine Anbieter genau danach. Wer einmal im Jahr auf den Gesamtsieger setzt, sollte trotzdem wissen, dass die Quote, die er bekommt, schon einen Abschlag enthält.
Sport und Turnier: Wie die Tour de France als Wettereignis funktioniert
Die Tour de France ist seit 1903 das wichtigste Radrennen der Welt. Die Sportzeitung L’Auto hat das Rennen gegründet, die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Seit 1992 ist die Amaury Sport Organisation (ASO) Veranstalter des Rennens. Wer das Format versteht, wettet besser.
Format und Strecke
Die Tour besteht in den meisten Jahren aus 21 Etappen nach dem Grand Départ, der Eröffnungsetappe außerhalb Frankreichs oder am Rand. Seit 1998, nach dem Dopingskandal, pendelt die Streckenlänge um 3.500 km; die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 maß 5.745 km. Die Mannschaften bestehen seit 2018 aus acht Fahrern (vorher neun); die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.
Die Wertungen, auf die gewettet wird
Vier Trikotwertungen laufen parallel. Das gelbe Trikot steht für die Gesamtwertung und wird nach addierten Zeiten der Fahrer vergeben; die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag. Das grüne Trikot steht für die Punktewertung, die auf Zwischensprints und Etappenankünften vergeben wird. Das gepunktete Trikot steht für die Bergwertung und wird an den ersten Fahrern auf klassifizierten Anstiegen vergeben. Das weiße Trikot steht für die Nachwuchswertung und wird an den besten Fahrern unter 26 Jahren nach Gesamtwertung vergeben.
Wetten lassen sich auf jede dieser Wertungen einzeln abschließen. Wer auf das grüne Trikot setzt, wettet auf einen Fahrer, der in Zwischensprints und Etappenankünften konstant punktet; wer auf das gepunktete Trikot setzt, wettet auf einen Kletterer, der wiederholt über die Bergwertungen fährt. Die Wertungen sind unterschiedlich gut quotiert: das gelbe Trikot ist fast überall im Programm, das weiße Trikot nicht bei jedem Anbieter.
Die Tour 2026 und ihre Ergebnisse
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 statt. Start war Barcelona, Ziel Paris. 21 Etappen, 3.245 km Strecke. Den Gesamtsieg holte Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG). Die Punktewertung gewann Mads Pedersen (Lidl-Trek); die Bergwertung gewann Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Pogačar kam damit zu seinem fünften Gesamtsieg nach 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 und zog mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleich, die ebenfalls fünfmal gewonnen haben.
Die Tour 2027 findet planmäßig statt. Strecke und Etappenprofil sind zum Zeitpunkt dieser Seite noch nicht festgelegt. Wer auf die nächste Tour setzen will, wartet die Veröffentlichung der Strecke durch die ASO ab und prüft dann, welcher Anbieter die Quoten für den Gesamtsieg zuerst anbietet.
Was das für Wettende heißt
Wer bei laufender Tour wetten will, braucht einen Anbieter, der Radsport-Einzelereignisse führt und nicht nur eine pauschale Gesamtsieger-Wette anbietet. Die Differenz zwischen einem schlanken und einem umfangreichen Radsport-Regal zeigt sich an Tag eins der Tour: wer Etappensieger führt, zeigt Profile und Ruhetage an, wer Kopf-an-Kopf-Duelle anbietet, hat sich die Arbeit gemacht, das Feld zu kennen. Wer nur Gesamtsieger anbietet, lässt die Spielenden mit dem Rennen allein. Genau an diesem Punkt sortiert sich das Angebot auf der Whitelist.
Anbieter im Einzelbild: Was jeder in der Tour-Wette leistet
Die folgenden Blöcke lesen jeden Anbieter nach seiner Whitelist-Position, seinem Radsport- und Live-Angebot und seiner handwerklichen Einordnung. Die Bewertung ist eine Bewertung des Wettangebots, nicht der Marke als Ganzes.
ODDSET
ODDSET ist über die Oddset Sportwetten GmbH lizenziert; das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis am 15.12.2022 erteilt, die Whitelist führt den Eintrag seit dem 18.11.2020. ODDSET ist die Marke, die in Deutschland am längsten im stationären Vertrieb verankert ist und parallel eine Online-Plattform betreibt.
Für die Tour de France bedeutet die Lizenz vor allem: gesetzestreue Wetten mit voller Verifizierung, OASIS-Anbindung und LUGAS-Limitkontrolle. Was die Tiefe des Radsport-Regals angeht, sortiert sich ODDSET zwischen den Anbietern, die den Radsport als Pflichtprogramm führen, und denen, die ihn als eigenes Programm ausbauen. Wer auf Gesamtsieg, Etappensieg und vielleicht das grüne Trikot setzen will, ist gut aufgehoben. Wer eine breite Spezialmarkt-Auswahl sucht, muss im Voraus prüfen, was ODDSET in einer konkreten Tour-Woche tatsächlich anbietet. Das Wettprogramm entscheidet, nicht die Erlaubnis.
Verdikt: ODDSET liefert die Tour mit Grundausstattung, Sicherheit in der Lizenz und Stabilität im Zahlungsverkehr. Wer auf das Programm schaut und es passend findet, liegt hier richtig; wer jedes Spezialsegment vermisst, sollte woanders suchen.
Tiptorro (Tipico)
Tipico ist in Deutschland über die Torro Tec Limited lizenziert; die Whitelist führt die Tiptorro-App als zugehörige Domain, mit Erstdatum 30.06.2021 und Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Tipico gehört zu den bekanntesten Marken im deutschen Sportwettenmarkt und führt in der Eigenwerbung das Argument der deutschen Lizenz bewusst mit.
Die Radsporttiefe bei Tipico bewegt sich auf dem Niveau eines Mainstream-Anbieters: Gesamtsieg, Etappensieg, gelegentlich Trikot-Wetten, dazu Livewetten auf das Etappenergebnis während der laufenden Etappe, soweit § 21 Abs. 4 GlüStV es erlaubt. Was Tipico bei der Tour de France von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist weniger die Radsporttiefe als die Live-Plattform und das Quotenniveau auf den Hauptmärkten. Wer schon Tipico-Kunde ist, wird hier in der Regel die gleichen Wetten finden wie bei den anderen Mainstream-Anbietern, oft mit leicht unterschiedlichen Quoten.
Verdikt: Tipico ist für Tour-Wettende eine sichere Wahl, wenn man die Plattform ohnehin nutzt. Wer einen Anbieter mit besonders tiefem Radsport-Regal sucht, muss prüfen, ob Tipico in der jeweiligen Tour-Woche die gesuchten Spezialmärkte anbietet. Die Lizenz steht.
Winamax
Winamax ist in Deutschland über die WINAMAX (Société anonyme) lizenziert; Erstdatum 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022. Winamax tritt im deutschen Markt mit dem Argument „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ auf und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, in der das Unternehmen bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.
Was das mit Radsport zu tun hat: die Quote-Studie wurde nicht auf Radsport ausgewertet, und Radsportmärkte sind im Buchmacher-Alltag dünner besetzt als Fußball oder Tennis. Wer Winamax wegen der Wettsteuer wählt, sollte prüfen, wie das Unternehmen Head-to-Head-Wetten oder Etappensieger konkret quotiert. Lizenz und fehlende Wettsteuer-Belastung sind Pluspunkte; die Radsporttiefe muss die Wettkundin selbst nachschauen.
Verdikt: Winamax ist ein solider Mainstream-Anbieter mit dem praktischen Vorteil, dass die Wettsteuer nicht an die Kundschaft durchgereicht wird. Wer ohnehin plant, mehrere Wetten auf der Tour zu setzen, prüft vor dem ersten Tipp das Radsport-Regal in der App.
VBet
VBet ist über die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta lizenziert; die GGL führt die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. VBet positioniert sich im deutschen Markt als Anbieter mit internationaler Radsport-Erfahrung; das Radsport-Regal gehört zum Kern des Programms.
Für Tour-de-France-Wetten heißt das konkret: VBet führt in der Regel nicht nur Gesamtsieg und Etappensieg, sondern auch Head-to-Heads und regelmäßig Spezialmärkte rund um die Wertungen. Die Plattform richtet sich erkennbar an Wettende, die während einer Etappe mehr als einen Sieger-Tipp suchen. Lizenz und Erlaubnisdatierung sind aktuell, die Whitelist führt den Eintrag mit Stand 2. Oktober 2026.
Verdikt: VBet gehört zu den Anbietern, bei denen Radsport nicht das Beiwerk ist, sondern Teil des Programms. Wer auf Etappensieger und Spezialmärkte über die ganze Tour setzen will, ist hier richtig; wer nur eine Wette pro Tour platziert, zahlt den Aufpreis für die Tiefe nicht zurück.
Sportingbet
Sportingbet ist über die Sportingbet (Deutschland) Limited lizenziert; die Whitelist führt den Eintrag seit dem 9.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Sportingbet bewirbt im Wettprogramm einen „Konfigurator+“ und Livewetten; zu den angebotenen Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Was das für Tour-de-France-Wetten bedeutet: Fußball, Tennis und Co. sind auf der Plattform klar im Vordergrund, Radsport gehört zum erweiterten Programm. Wer auf die Tour wettet, sollte das Radsport-Regal bei Sportingbet vor der ersten Wette prüfen. Ein „Konfigurator+“ hilft bei Fußball-Kombiwetten, weniger bei Radsport-Kombinationen über 21 Etappen. Lizenz und Whitelist-Eintrag stehen.
Verdikt: Sportingbet ist ein solider Mainstream-Anbieter, der seine Stärke nicht im Radsport hat, sondern in der Breite des Mainstream-Programms. Für reine Tour-Wetten ist Sportingbet eine Option, kein Pflichtprogramm.
Betano
Betano ist über die Betkick Sportsbetting Limited lizenziert; Erstdatum 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt einen Wetten-Konfigurator (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem für LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Was das für Tour-de-France-Wetten heißt: Betano bringt die übliche Mainstream-Ausstattung mit und ist im Radsport nicht der tiefste Anbieter, aber solide vertreten. Der Wetten-Konfigurator hilft eher bei Fußballspielen; für Etappenkombinationen ist er weniger passgenau. Wer Radsport als Pflichtprogramm sucht, ist mit VBet oder einem anderen radaffinen Anbieter besser bedient; wer eine Plattform mit breitem Mainstream-Programm sucht und die Tour nebenbei mitnimmt, ist bei Betano richtig.
Verdikt: Betano ist ein guter Mainstream-Anbieter mit tiefer Lizenzhistorie, aber nicht der Anbieter, bei dem das Radsport-Regal allein den Ausschlag gibt.
NEO.bet
NEO.bet ist über die Greenvest Betting Limited lizenziert; die Whitelist führt den Eintrag seit dem 9.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet tritt im deutschen Markt als Anbieter auf, der sich stärker an Wettende mit kleinerem Budget richtet; das schlägt sich in der Regel in Mindesteinsätzen und im Quotenniveau auf kleine Wetten nieder.
Für Tour-de-France-Wetten bedeutet das: NEO.bet führt das Standardprogramm (Gesamtsieg, Etappensieg), und wo es sich vertieft, ist es eher über die Breite der kleinen Märkte als über radsportspezifische Spezialität. Wer mit kleinen Einsätzen über 21 Etappen setzt, ist hier oft gut bedient. Wer eine Etappenkombination aus acht Wettkämpfern bauen will, sollte das Wettprogramm vorab prüfen.
Verdikt: NEO.bet ist ein auf kleine Budgets ausgerichteter Anbieter mit Whitelist-Status. Für reine Tour-Wetten taugt er als Alternative, nicht als erste Adresse.
Betway
Betway ist über die Betway Limited lizenziert; Erstdatum 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Betway bietet nach eigener Beschreibung einen Cash Out, dessen grünes Symbol unter „Meine Wetten“ erscheint und der die Auszahlung des vollen Betrags oder eines Teils erlaubt; dazu einen Wetten-Konfigurator für Fußballspiele und einen „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Im Radsport bleibt Betway Mainstream: Gesamtsieg, Etappensieg, gelegentlich Trikotwetten, dazu das, was § 21 Abs. 4 GlüStV live erlaubt. Cash Out ist das handwerkliche Merkmal, das die Plattform für Tour-Wettende interessant macht, weil 21 Etappen viele Live-Situationen mit sich bringen. Lizenz und Whitelist stehen.
Verdikt: Betway ist ein Mainstream-Anbieter mit Cash-Out-Schwerpunkt. Wer auf eine Tour-Wette Cash Out anwenden will, ist hier gut aufgehoben; wer ohne Cash Out wettet, hat keinen spezifischen Vorteil.
Bet3000
Bet3000 ist über die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta lizenziert; die Erlaubnis für Bet3000.de ist in der Whitelist mit Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Bet3000 ist einer der jüngsten Whitelist-Einträge und gehört zu den Anbietern, die im stationären Vertrieb stark sind und parallel eine Online-Plattform betreiben.
Für Tour-de-France-Wetten heißt das: Bet3000 führt das Standardprogramm an Radsportwetten, oft mit Fokus auf die Hauptmärkte. Die Erlaubnis ist neu, was nicht über die Tiefe des Radsport-Regals aussagt; ein junger Whitelist-Eintrag kann sich ein schlankes Programm halten oder rasch ausbauen. Wer auf Bet3000 setzt, prüft das Tour-Programm vor der ersten Wette selbst.
Verdikt: Bet3000 ist ein Whitelist-konformer Anbieter mit neuer Erlaubnis. Solide, ohne besonderen Radsport-Aufhänger.
Interwetten
Interwetten ist über die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta lizenziert; die Whitelist führt den Eintrag seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Interwetten gehört zu den Anbietern, die im europäischen Sportwettenmarkt seit Jahrzehnten aktiv sind und in Deutschland über eine eigene Domain mit GGL-Erlaubnis auftreten.
Was das für Tour-de-France-Wetten bedeutet: Interwetten bewegt sich im Mainstream-Programm mit stabiler Lizenzhistorie. Die Plattform ist nicht radspezialisiert, aber solide. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht und das Radsport-Regal passend findet, ist hier gut bedient.
Verdikt: Interwetten ist ein stabiler Mainstream-Anbieter mit langer Marktpräsenz und GGL-Erlaubnis. Kein radsportspezifischer Vorteil, aber kein Nachteil.
Was vom Vergleich bleibt
Wer in Deutschland auf die Tour de France wetten will, hat eine kurze, klare Ausgangsbedingung: nur Anbieter auf der GGL-Whitelist kommen in Frage, der Rest fällt durch die Lizenzprüfung. Innerhalb dieser Auswahl sortiert sich der Markt entlang dreier Achsen: Radsporttiefe im Pre-Match-Programm, Live-Tiefe während der Etappen, handwerkliche Bedingungen. Die Tabelle am Anfang der Seite zeigt die Lizenzseite, die Anbieterblöcke zeigen die andere Seite. Was den Ausschlag gibt, ist die Tour-Wette selbst: wer nur eine Gesamtsieg-Wette platziert, ist mit einem Whitelist-Anbieter im Mainstream-Programm gut bedient; wer auf 21 Etappen mit Etappensiegern, Trikotwetten und Head-to-Heads unterwegs ist, schaut genau hin, wo das Radsport-Regal wirklich Tiefe hat.
Die Regulierung sorgt dafür, dass die Wettenden innerhalb der Whitelist mit klaren Regeln arbeiten: Einzahlungslimit 1.000 € pro Monat, Vollverifizierung, OASIS-Sperre auf Wunsch, Wettsteuer entweder integriert oder nicht. Wer diese Regeln kennt, kann seine Tour-Wette vernünftig einrichten. Wer sie ignoriert, wettet am Ende gegen das eigene Limit.
Die Tour 2026 ist gelaufen, die nächste kommt. Wer auf Etappensieger, Gesamtsieger und Trikots der kommenden Auflage setzen will, wartet die Streckenveröffentlichung ab und prüft dann, welcher Anbieter die Quoten zuerst anbietet und das Radsport-Regal am breitsten führt. Der Rest ist Disziplin, das Rennen lesen können und ein Buchmacher, der zur Lizenz auch das Programm liefert.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
In Deutschland dürfen nur Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Wetten anbieten. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV führt alle erlaubten Anbieter mit Domain und Erlaubnisdatum; nur dort gelistete Marken sind legal. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine ausländische Lizenz wie Malta oder Curaçao ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?
Das Radsport-Wettprogramm ruht auf vier Säulen: Gesamtsieg-Wette auf den späteren Sieger im gelben Trikot, Etappensieg-Wette auf den Tagessieger einer der 21 Etappen, Trikotwetten auf grünes (Punkte), gepunktetes (Berg) und weißes (Nachwuchs) Trikot sowie Head-to-Head- und Spezialmärkte. Welche dieser Wettarten ein Anbieter konkret führt, ist Sache des Wettprogramms, nicht der Erlaubnis.
Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?
Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, 21 Etappen über 3.245 km. Den Gesamtsieg holte Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Da das Rennen abgeschlossen ist, sind Wetten auf seinen Ausgang rechtlich nicht mehr möglich; Anbieter markieren das Ereignis als beendet. Auf die nächste Tour 2027 warten die Etappenstrecke und die Quotenveröffentlichung ab.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf eine seltene Komponente wie das nächste Tor oder den nächsten Satz, jeweils nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten eintreten. Auf eine Tour-Etappe bezogen heißt das: Wetten auf den Etappensieger sind grundsätzlich möglich, Mikrowetten auf den nächsten Zwischensprint oder das nächste Bergpreis-Punktekonto sind in der Regel nicht zulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?
Eine Wette mit Einsatz E und Quote Q zahlt im Gewinnfall E × Q zurück, der Nettogewinn ist E × (Q − 1). Die Marge ist das, was der Buchmacher im Durchschnitt pro 1 € Einsatz behält: bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beide Seiten ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,9500, die Marge liegt entsprechend bei etwa 5 %. Hauptmärkte liegen im deutschen Markt typisch in dieser Größenordnung, kleinere Märkte liegen teils darüber.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?
Die Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden; ob und wie ein Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, regelt er in seinen Bedingungen. Manche ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, einzelne Anbieter übernehmen sie vollständig. Eine Steuerzahlung ist kein Beleg für eine Lizenz, die Lizenz steht in der Whitelist.
Sportarten – Spanien Wetten
Inhalt erstellt vom Team «Spanien Wetten»
